Isabel Edvardsson über Präsenz, Führung, Körpersprache und die Freude am Tanzen
„Führung beim Tanzen hat mit dem eigenen Körper zu tun – nicht mit dem Körper des Tanz-Partners.“
Dieser Satz von Isabel Edvardsson ist bei uns hängen geblieben.
Denn was auf dem Tanzparkett unmittelbar spürbar wird, lässt sich erstaunlich gut auf Führung im Arbeitskontext übertragen: Gute Führung bedeutet nicht, jemanden von A nach B zu ziehen. Sie bedeutet, selbst klar zu sein, Orientierung zu geben und dem Anderen Raum für die eigene Bewegung zu lassen.
In der neuen Folge von „Auf einen Tee“ spricht Andrea Montua mit Profitänzerin, Tanztrainerin und zweifacher „Let’s Dance“-Gewinnerin Isabel Edvardsson darüber, was wir vom Tanzen über Kommunikation, Führung und Veränderung lernen können.
Wer führt? Wer folgt? Wer hört zu? Und was passiert, wenn zwei gleichzeitig die Richtung vorgeben wollen?
Besonders eindrücklich wird es, als Isabel von ihrer Zeit bei „Let’s Dance“ mit dem gehörlosen Schauspieler Benjamin Piwko erzählt. Wenn Worte und Musik als Orientierung wegfallen, wird plötzlich sichtbar, wie viel Kommunikation über Blickkontakt, Körpersprache, Berührung und Aufmerksamkeit funktioniert.
Und auch Veränderung kennt Isabel im Schnelldurchlauf: vier Trainingstage, eine neue Choreografie – und spätestens am zweiten Tag das Tal der Tränen. Dann braucht es Vertrauen, Flexibilität und jemanden, der spürt, was der andere gerade braucht, um wieder in Bewegung zu kommen.
Vielleicht ist das die schönste Verbindung zwischen Tanzen und Führung:
Nicht ziehen. Nicht schieben. Sondern so führen, dass der andere gerne mitgeht.
Eine Folge über Präsenz, Vertrauen, Feedback und die Kunst, gemeinsam den richtigen Takt zu finden.

